|
Weiterbildungsinhalte
(Gruppe)
Die
Weiterbildung soll der Qualifizierung von schulischem
Förderunterricht dienen, aber hauptsächlich die
Qualifizierung von außerschulischer Legasthenietherapie
sichern.
Ziel ist, eine hochwertige professionelle Legasthenietherapie mit
nachweisbarem Erfolg bei allen behandelten Kindern zu
etablieren.
In
diesem Weiterbildungsangebot gilt es, theoretische Kenntnisse aus
pädagogischen/psychologischen/linguistischen und medizinischen
Fachgebieten zu vermitteln und diese
stets in einen praxisrelevanten Zusammenhang zu stellen, so dass die
Grundlagen für das Legasthenietherapiekonzept - welches
ausführlich
vermittelt wird - gelegt sind. Theoretische Vorgaben werden mit
intensiven Phasen des Trainings in der Gruppe gekoppelt, so dass die
Teilnehmer prozesshaft letztlich eine in sich schlüssige
therapeutische Herangehensweise erfahren, welche sie wiederum
befähigen soll, mit den unterschiedlichen
Ausprägungsgraden einer
Legasthenie sowie diversen Komorbiditäten gezielt und insofern
erfolgreich in der Therapie, der Eltern- sowie Lehrerberatung umgehen
zu können.
Die
Ergebnisqualität der Weiterbildung steht an oberster Stelle,
sie
wird den sich verändernden Erfordernissen basierend auf
neueren
medizinischen, psychologischen und pädagogischen
Forschungserkenntnissen sowie Erfahrungen aus
legasthenietherapeutischer und kinder- und jugendpsychiatrischer Praxis
- resultierend aus eigener Durchführung von Untersuchungen,
Diagnosen, Beratungen und Therapien - und sozialpolitischen
Veränderungen (z. B. § 35a KJHG, schulische
Erlasslage)
ständig angepasst.
Die
Weiterbildungsseminare werden überwiegend
von den Leitern durchgeführt. Ein Co-Trainer (Tutor),
Absolvent des
Weiterbildungsganges, bereits zertifiziert oder im Abschluss des
Zertifizierungsprozesses begriffen, ist jeweils eingebunden.
Für den Bereich der
"Intelligenzdiagnostik" wird ein Diplom-Psychologe als Referent
hinzugezogen, der ebenfalls die Weiterbildung zum
Legasthenietherapeuten erfolgreich absolviert hat.
Das
Weiterbildungscurriculum sieht eine Einteilung der
Weiterbildungsseminare in Phase I und Phase II vor.
Themenschwerpunkte der Phase I
Aufbau der
grundlegenden Förderkompetenz
Block 1
(4tägig): Grundlagen
des Legasthenietherapiekonzepts aus Theorie und Praxis
Definition
von Legasthenie, Stand der Legasthenieforschung,
Schriftspracherwerbsmodelle, modifiziertes Schriftspracherwerbsmodell
als Grundlage des sprachsystematischen Aufbaus des
Legasthenietherapiekonzepts, konzeptbezogene Definition
von Lauttreue, Einführung in die "Lautgetreue
Lese-Rechtschreibförderung"
zum Aufbau der lautorientierten/phonemischen Strategie,
Sprachsystematik der Phonemstufen 1-6, gezieltes Wort-, Text- und
Lernspielmaterial für diesen Stufenaufbau, integrierte
senso-motorisch orientierte Methoden zur Strategievermittlung
(Lautgebärdeneinsatz und rhythmisches Syllabieren nach Heide
Buschmann), Aufbau des
Strategietrainings, Zusammenfassen der theoretischen Grundlagen des
Phonemstufenaufbaus aus den Erkenntnissen der Ursachenforschung
(z. B. Neurobiologie), den psychologisch-pädagogischen
(z. B. entwicklungsorientierter Schriftsprachaufbau) und
entwicklungspsychologischen Grundlagen (z. B. phonologische Bewusstheit
als
Vorläuferfertigkeit)
Block 2
(2tägig): Diagnose
Legasthenie
Diagnose
einer Legasthenie nach ICD 10, multiaxiale
Diagnostik
(MAS), Einführung
in testtheoretische Kenntnisse, Minimalkatalog
zur Diagnose einer
umschriebenen Lese-Rechtschreibstörung, Sichtung und
Einsatz
verschiedener Lese- und Rechtschreibtests, Vorstellen der
therapierelevanten Rechtschreibfehleranalyse dieses Konzepts, Training
und
Interpretation von Lese- und Rechtschreibfehleranalysen, Testanalysen
im Vergleich, erste Förder- bzw. Therapieplanungen
Block 3
(4tägig): Praxisorganisation, Therapieplanungen,
Methodik/Didaktik in der Legasthenietherapie
Rechtliche
Grundlagen (§ 35a KJHG,
schulische Erlasslage, Nachteilsausgleich), Praxisorganisation
(Datenschutz, Schweigepflichtsentbindungen, Therapieverträge,
Stundenplanungen und -protokolle, Supervision, Honorierung,
Praxiseinrichtung), Einführung in eine detaillierte
Therapieplanung (verhaltenstherapeutisch orientiert),
ausführliche Förder- bzw. Therapieplanungen anhand
konkreter
Fälle aus der Gruppe nach vorliegenden Diagnoseunterlagen
(Hypothesenbildung, Psychodynamik, LRS-Status, Start an der
Nullfehlergrenze im Schriftsprachaufbau, notwendiger Methodeneinsatz,
Beziehungsgestaltung), gezielter methodisch-didaktischer Aufbau von
Förder- bzw.
Therapiestunden einschließlich Materialerstellung, integriert
sind vertiefende Übungen zur
fehleranalytischen Auswertung von Lese- und Rechtschreibtests sowie
Übungen zum Erkennen des individuellen Entwicklungsstandes des
Kindes beim Schriftsprachaufbau
Die
Weiterbildung basiert auf einem hohen Praxisanteil. Das Curriculum wird
insofern nach Phase I und Einstieg in die Praxis durch intensive
Einzelsupervision bei der Leiterin, Frau Reuter-Liehr, Hospitation in
legasthenietherapeutischen Praxen, die bereits zertifiziert sind,
Life-Supervision und/oder Video-Analysen durch die Leiterin
ergänzt. Der Einstieg in die Praxisphase ist zwingend
für die
Teilnahme an der Phase II, da sonst wenig Bezug zu den folgenden
Inhalten hergestellt werden kann.
Themenschwerpunkte der Phase II
Erweiterung der
therapeutischen Kompetenz
Block 4 (4tägig):
Fortsetzung
des Legasthenietherapiekonzepts im Regel- und Speicherbereich,
Erfolgskontrollen, Berichterstattung, verhaltenstherapeutische
Verstärkung, Gruppenfallsupervision
Fortsetzung
des sprachsystematischen Aufbaus des Behandlungskonzepts für
das
Training der orthographisch/morphemischen Strategie, Erhöhung
des
Signalempfindens beim legasthenen Kind für von Lauttreue
abweichende Verschriftungen, gezielte Hinführung zum Training
eigenständiger Strategieüberprüfung durch
das Kind,
konzeptimmanente Erfolgskontrollen nach erreichten
Lernabschnitten, Erfolgskontrollen mit normierten Lese- und
Rechtschreibtests, Berichterstattung für untersuchende Stellen
und
Kostenträger, Inhalte des vertraglich vereinbarten
Gesprächs
nach der Probezeit mit Eltern und Kind, gezielte
verhaltenstherapeutische Verstärkung in der
Legasthenietherapie,
Gruppenfallsupervisionen nach dem Strukturmodell einer
Lernstörung
von Betz/Breuninger unter systemischen Gesichtspunkten
Block 5
(6tägig): Intelligenzdiagnostik,
Aufbau therapeutischer Kompetenz - Einführung und Training der
nicht-direktiven Methode nach Carl Rogers, Integration offener
Ich-Botschaften nach Gordon, Eltern- und Lehrerarbeit
Testtheorie,
Vorstellen und Sichten einzelner Verfahren zur Einschätzung
der
Lern-Leistungsmöglichkeiten des Kindes, Bedeutung der
Intelligenzdiagnostik für die Legastheniediagnose und
-therapie,
Kurs zum Training wertfreier Beobachtung von Verhalten als Grundlage
für eine flexible therapeutische Handlungsfähigkeit,
Einführung und Training der nicht-direktiven Methode nach Carl
Rogers, Erkennen von Problemeigentümerschaften und Formulieren
offener Ich-Botschaften nach Gordon, Integration emotionaler
Verbalisierungen und offener Ich-Botschaften in Therapie und
Beratungssituation, Aufbau einer therapeutischen Grundhaltung, Training
konfliktbelasteter Gesprächssituationen in der Eltern- und
Lehrerberatung, Fortsetzung
der Gruppenfallsupervisionen
Block 6
(2tägig): Kinder-
und jugendpsychiatrische Erkrankungen, Eltern- und Lehrerberatung,
Abschied in der Legasthenietherapie
Vorstellen
verschiedener kinder- und jugendpsychiatrischer Erkrankungen, die mit
Legasthenie gekoppelt auftreten können: ADHS, ADS,
Angststörungen, emotionale Störungen, Asperger/Autismus etc., spezifischer
therapeutischer Umgang bei Vorliegen einer Komorbidität,
Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern, Gruppenfallsupervision,
Abschluss und Abschied in der Legasthenietherapie
Während
der Phase II und danach folgt eine in der Regel mehrjährige
Weiterbildungsbegleitung durch Einzel- und Gruppensupervision mit dem
Ziel, die legasthenietherapeutische Praxis unterstützend zu
beraten und vom Teilnehmer erfolgreich abgeschlossene Therapien in
Fallberichten zu dokumentieren.
Die
Besonderheit dieser Weiterbildung besteht u. a. darin, dass die
Teilnehmer ein den gesamten Schriftspracherwerb umfassendes, in sich
schlüssiges und wissenschaftlich mehrfach
überprüftes
LRS-Behandlungskonzept vermittelt bekommen und die dazu erforderlichen
Materialien zur Verfügung stehen. Ferner wird die Effizienz
der
von den Teilnehmern durchgeführten Therapien durch gemeinsame
Therapieplanung in fortlaufender Einzelsupervision,
ausführlicher
Dokumentation des Behandlungsverlaufs und des erreichten
Therapieabschlusses kontrolliert. In diesem Zusammenhang hat sich eine
dialogische Praxisbegleitung nach dem Prinzip, die therapeutische
Arbeit eines jeden LRS-Therapeuten inhaltlich und emotional zu
unterstützen und die Verantwortung für den
Behandlungsverlauf
gemeinsam zu tragen, außerordentlich bewährt.
Flussdiagramm
der
Ergebnisqualität des gesamten Weiterbildungsganges

Organisation
der Weiterbildung
Seit
2002 wird der Weiterbildungsgang in der hier beschriebenen flexiblen
Form angeboten.
Interessierte können an den zu Beginn der Weiterbildungsreihe
stattfindenden vier Einführungstagen in das
Behandlungskonzept der
"Lautgetreuen Lese-Rechtschreibförderung"
(Block 1)
teilnehmen.
Daraus erfolgt keine Verpflichtung für eine Fortsetzung der
Weiterbildung, die Teilnahme dient aber dem gegenseitigen
persönlichen Kennenlernen und der Entscheidungsfindung, ob das
angebotene Konzept
und seine praktische Umsetzung eigenen Vorstellungen entspricht.
Um
das Behandlungskonzept der "Lautgetreuen
Lese-Rechtschreibförderung"
als Basistraining im schulischen Förderunterricht oder
anderswo
sinnvoll einsetzen zu können, ist es notwendig, die zwei
folgenden
Weiterbildungstage "Diagnose Legasthenie und erste Therapie- bzw.
Förderplanung" (Block 2)
anzuschließen. Auch danach besteht die Option zum Beenden
oder Fortsetzen der Weiterbildung.
Weitere
4 Tage weisen in die Praxisorganisation ein, differenzieren Gelerntes
und verfeinern die praktische Umsetzung (Praxisorganisation,
vertiefende Therapie- und Stundenplanungen - Block 3).
Nach
insgesamt
10 Weiterbildungstagen (Phase I) ist der Einstieg in die therapeutische
Arbeit
unter Supervision möglich und erforderlich.
Alle
Teilnehmer erhalten nach jedem Kursabschnitt eine inhaltlich
detaillierte Teilnahmebescheinigung.
Das
weitere Vorgehen lässt Möglichkeiten offen auch einen
individuellen
Qualifizierungsweg zu finden, der gemeinsam besprochen wird. Dieser Weg
richtet sich nach den bereits vorhandenen
Qualifikationen. Dazu wird ein Zertifizierungsvertrag geschlossen, der
die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Zertifizierung belegt, die
Absicht des Teilnehmers dokumentiert, die Weiterbildung mit einem
Zertifikat abzuschließen, und die notwendigen
Modalitäten
zum Erreichen des Abschlusses festhält.
Kriterien zur
Teilnahme an der Zertifizierung
Die
Teilnahme an der Zertifizierung erfordert die Voraussetzung einer
abgeschlossenen Berufsausbildung als Pädagogen
(Diplompädagogen, Sonderpädagogen, Lehrer,
Sozialpädagogen, Heilpädagogen) Sprachheiltherapeuten
(akad.
Sprachtherapeuten, Logopäden, Stimm- und Sprechtherapeuten),
Psychologen (mit Erfahrungen im
diagnostischen und/oder psychotherapeutischen Bereich) und anderen
ähnlichen
Berufen mit langjähriger Therapie- bzw. Unterrichtserfahrung.
In
Ausnahmefällen kann die persönliche Eignung
Grundlage der Weiterbildung sein. Dies wird in einem gemeinsamen
Gespräch
nach dem gegenseitigen Kennlernen mit den Leitern geklärt,
spätestens jedoch nach Abschluss der Weiterbildungsphase I
(s.o.).
Die
Leiter behalten sich das Recht vor, die Teilnahme an einer
Zertifizierung
abzulehnen.
Erlangung eines
Zertifikates
Zur
Erlangung eines Zertifikates ist die vollständige Teilnahme der
Weiterbildungsseminare der Phase I
und Phase II notwendig. Eine nach dem 22.
Weiterbildungstag
abschließende Teilnahmebescheinigung belegt das Erreichen
dieses
Abschnittes.
Zusätzlich
ist ein eigenes Literaturstudium
von 15 Std. verbindlich. Eine ständig
aktualisierte Literaturliste liegt vor.
Ferner
sind Einzelsupervisionssitzungen
von mindestens 50 Std. - überwiegend bei der
Leiterin - erforderlich. In der Supervision müssen mindestens 6 Therapien mit
ausführlicher Darlegung der Ausgangssituation der Kinder
zwecks
gemeinsamer Therapieplanung angemeldet, die Therapieverläufe
anhand eingesetzter Erfolgskontrollen besprochen und die
Therapieabschlüsse gemeinsam reflektiert werden, dies um den
nötigen
Erfahrungshintergrund für eine individuelle und flexible
Therapiegestaltung
zu gewährleisten. Es gehören ebenso mindestens 2 Hospitationen der
Leiterin in Therapiestunden (Life-Supervision) mit
anschließender detaillierter Besprechung und/oder
Video-Analysen von Therapiestunden
dazu. Einzelsupervisions- sowie Hospitationsstunden werden ebenfalls
bescheinigt. Ferner sind 20
Stunden Hospitation einschließlich
Besprechung in anderen legasthenietherapeutischen Praxen,
die
nach dem vermittelten Therapiekonzept arbeiten und bereits zertifiziert
sind, nachzuweisen.
Abgabe von 3
schriftlichen Fallberichten zum Abschluss
Beendet
wird die Weiterbildung nach Abgabe und Annahme schriftlicher
Fallberichte über 3 unter Supervision erfolgreich
abgeschlossene
Therapien
von Kindern mit legasthenen Störungen. Der Erfolg der Therapie
richtet sich nach dem erreichten Lernstand des Kindes in seinem
Kompensationsprozess zur Überwindung seiner Legasthenie
(mindestens durchschnittliche Abschlussergebnisse in Lese- und
Rechtschreibtests im Vergleich zur Altersgruppe und belegter Transfer
in die Schule), wird aber an seine individuellen Möglichkeiten
und
Lebenssituation gekoppelt beurteilt. Letzteres erfolgt in der
Supervision durch die Leiterin.
Für
die Fallberichte liegt eine verbindliche
Gliederung vor,
der Umfang umfasst jeweils ca. 25-30 Seiten. Die Fallberichte belegen
die für eine erfolgreiche Durchführung einer
Legasthenietherapie erforderlichen Kenntnisse aus Theorie und Praxis,
stellen anschaulich die Verbindung zwischen Theorie und Praxis dar
durch Darlegung der Ausgangssituation (Diagnose) und der exakten
Beschreibung notwendigen legasthenietherapeutischen Vorgehens verbunden
mit differenzierten Erklärungen von Zusammenhängen,
die auch
mit Literaturangaben ausgewiesen sind. Sie dokumentieren anschaulich
die erworbene
Kompetenz des Legasthenietherapeuten in Theorie und Praxis und ersetzen
somit eine eher theoretisch ausgerichtete
Prüfung.
Die
LRS-Therapien
werden bereits während der Weiterbildung gegen Honorar
durchgeführt.
Das
Zertifikat wird von den Leitern ausgestellt und berechtigt zur
eigenständigen Durchführung von Legasthenietherapien
nach dem
vorgestellten
und trainierten Behandlungskonzept, ferner zum Führen des
Logos
"zertifizierte LRS-Therapie nach Reuter-Liehr" und seit dem 31. 11.
2006 nach der Zertifizierung des gesamten Weiterbildungsangebots durch
den Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie, e. V. auch
zum
Führen des geschützten Titels
"Dyslexietherapeut® BVL"
Stundenanteile
der gesamten Weiterbildungsreihe
Insgesamt werden 22 Weiterbildungstage angeboten.
Die
Weiterbildung findet jeweils zweitägig donnerstags
und freitags von 10-18 Uhr (2 Std. Mittagspause) in Gruppen statt.
Die ersten 6-10 Weiterbildungstage (Phase I, Blöcke 1-3)
folgen
relativ rasch gestaffelt
in 1-2monatigen Abständen. Es folgt der Einstieg in die
Praxisphase mit
Einzelsupervision und Hospitation, um von Beginn an einen erfolgreichen
Einstieg
in die praktische Arbeit zu gewährleisten. Die Gruppentage
werden
dann - meist in neuer Besetzung der Gruppenteilnehmer - in drei
weiteren Blöcken von 4, 6 und 2 Tagen (Phase II,
Blöcke 4-6)
fortgesetzt. Die Gesamtdauer der Weiterbildungsreihe ist
auf 3-4 Jahre angelegt. Im Sommer gibt es zwei freie Ferienmonate
(Juli/August) und der Monat Dezember wird ebenfalls freigehalten.
Schulferien werden möglichst berücksichtigt. Die
Gesamtdauer
der Weiterbildung umfasst in der Regel 4-5 Jahre, längstens 7
Jahre.
Bei
Teilnahme an 22 Weiterbildungstagen, der Einhaltung der Praxis
bezogenen notwendigen Weiterbildungsanteile sowie Aufwendungen
für den
Abschluss der Zertifizierung kommen mindestens folgende Stundenanteile
zusammen:
- 176
Unterrichtsstunden in der Gruppe (132 Zeitstunden)
- 15
Stunden Literaturstudium
- 50
Stunden Einzelsupervision (erfahrungsgemäße
Mindeststundenanzahl) einschließlich zwei
Life-Supervisionen und/oder Videoanalysen
- 20
Stunden Hospitation einschließlich Besprechung in
therapeutischen Praxen
- ca.
500 Stunden Nachweis legasthenietherapeutischer
Arbeit (mindestens 6 Therapieverläufe)
- ca.
60 Stunden Fallberichtserstellung und -bearbeitung
Insgesamt:
782 Stunden Mindestaufwand
[Seitenanfang]
Kosten
für die Weiterbildung
Die
Tagesgebühr beträgt 155 €. Neben den
Honoraren für
Leiter und Co-Trainer sind Honorare für zusätzliche
Referenten,
Raumkosten, Kopier- und Materialkosten sowie
Verwaltungsgebühren
enthalten. Für Kaffeepausen wird gesorgt. Gebühren
werden
im Voraus beglichen.
Einzelsupervisionsstunden
sowie Hospitationen durch die Leiterin bei den Teilnehmern
einschließlich Reisekosten bei außerhalb wohnenden
Teilnehmern
werden gesondert in Rechnung gestellt. Das Honorar für eine
Supervisions- bzw. Hospitationsstunde bei den Leitern beträgt
zur Zeit 50 €. Die Bearbeitung und Besprechung der
Fallberichte,
die Sichtung der Unterlagen (Stundenprotokolle, Materialien, Tests
etc.) werden ebenfalls in Rechnung gestellt.
Bei
Zahlungsverzug und erfolgten Mahnungen kann von den Leitern ein
Abbruch der Weiterbildung beschlossen werden.
Die
Teilnehmerzahl pro Gruppe beträgt mindestens 8, maximal 14
Personen. Bei Verringerung der Teilnehmerzahl unter 8 ist eine
Neuberechnung
der Tagesgebühr notwendig.
Es
fallen im Laufe der Zeit (erfahrungsgemäß mindestens
4 - maximal 7 Jahre) folgende Kosten an:
| 22
Weiterbildungstage à 155 € |
3410
€ |
|
|
| Variable
Kosten: |
|
Supervision
mind. 50 Stunden à 50 €
(einschließlich Life-Supervision / Videoanalyse, ca. 6 Std.) |
2500
€ |
| Fallberichtsbearbeitung
u. Besprechung, ca. 18 Std. à 50 € |
900
€ |
| Gesamt |
6810
€ |
| Hinzu
kommt das Honorar für die
Besprechungszeiten nach erfolgter Hospitation in
legasthenietherapeutischen Praxen. |
[Seitenanfang]
Zertifizierungsvertrag und
Fehlzeiten
Für
jeden Block (2-6 Weiterbildungstage umfassend) wird eine für
beide Seiten verbindliche schriftliche Vereinbarung getroffen. Die
Weiterbildung kann insofern nach jedem Block beendet bzw.
unterbrochen werden.
Nach
Abschluss der Phase I, Block 1-3 (10 Weiterbildungstage) wird der sich
anschließende Zertifizierungsprozess gemeinsam besprochen und
vertraglich festgehalten. Es werden insgesamt 22 Weiterbildungstage
angeboten, die in der
Regel verbindlich sind. Bei nachweislichem Vorliegen entsprechender
Qualifikationen
(beispielsweise durch Psychotherapieausbildung) kann eine
Kürzung
in der Phase II, Block 4-6 (12 Weiterbildungstage)
vorgenommen werden.
Auch
bei Nichterscheinen zu Gruppenveranstaltungen - egal aus welchem Grund
- ist die vereinbarte Gebühr zu bezahlen. Zur Erlangung eines
Zertifikates müssen Fehlzeiten in einer Folgegruppe nachgeholt
werden, diese Teilnahme erfolgt ohne zusätzliche Kosten.
[Seitenanfang]
Veranstaltungsort
Die
Weiterbildungsseminare sowie Einzelsupervisionssitzungen finden in der
Regel in eigener Praxis (ca. 145 qm) in der gesamten unteren Etage
eines dreistöckigen, denkmalgeschützten
Hauses statt.
Adresse: Stiftsplatz 1, 37176
Nörten-Hardenberg

Bild 1: Haupteingang der Praxis

Bild 2 und 3: Seminarraum

Bild 4: Wintergarten für die Kaffeepausen


Bild 5 und 6:
Supervisionsraum/Therapieraum/Kleingruppenraum
Eine
Verlagerung des Blockes 1 - vier Einführungstage - nach
Rottweil
(Baden-Württemberg) hat bisher einmal stattgefunden.
[Seitenanfang]
© 1999 -
2009 Reuter-Liehr
· Tyka · Nimmann
|